Schlagwort-Archive: Wissenschaft

Philosophie: Das Rätsel der Einfachheit

BauerngartenIm früheren Beitrag Einheit und Vielfalt wurde schon darauf hingewiesen, dass durch eine Theorienreduktion zwar eine Vereinheitlichung der Wissenschaft angestrebt wird, aber der Begriff Reduktion zugleich unscharf und problematisch ist. Erhard Scheibe hat in seinem Buch „Die Reduktion physikalischer Theorien. Ein Beitrag zur Einheit der Physik“ (1997) die vielleicht gründlichste Aufarbeitung des Begriffs Reduktion für den Bereich der Naturwissenschaften am Beispiel der Physik vorgelegt. Zunächst soll daher das Anliegen seines Buches dargestellt werden.

Einige „Rätsel“ der Natur zeigen eine bisher unverstandene Einfachheit, die offenbar der Einheit und Vielfalt der Natur zugrunde liegen. Wie aber kann der Zusammenhang von Einheit und Einfachheit gedacht werden und was verstehen wir eigentlich unter ‚Natur‘?

Rätsel der Einfachheit

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publicopinia: Das NO2 – Dilemma

Kürzlich veröffentlichte das Umweltbundesamt (UBA) eine Studie zur Gesundheitsbelastung durch Stickstoffdioxid NO2 Es lohnt sich, genauer hinzuschauen darauf, was die Studie tatsächlich leistet, was ihr Ziel ist und welche Methoden sie dafür wählt, außerdem welche Einschränkungen und Vorbehalte die Autoren machen.

Die Studie ist nicht allein für das Thema Stickoxide und ihre gesundheitlichen Auswirkungen aufschlussreich, sondern paradigmatisch dafür, auf welche Weise wissenschaftliche Studien durchgeführt, aufgegriffen, zusammengefasst, medial gedeutet und in ihrer extrahierten Quintessenz verbreitet werden. Die komplexe Differenziertheit einer solchen Studie kann darin fast völlig verlorengehen.

Das NO2 – Dilemma

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PhoMi: Nicht richtig falsch

Es gibt eine Reihe von Aussagen, die in der heutigen Welt als falsch gelten, obwohl sie immer noch gebraucht werden. Die Erde sieht aus wie eine Scheibe, obwohl sie in Wahrheit rund ist wie eine Kugel. Die Sonne geht auf, obwohl sich die Erde ihr in Wahrheit entgegen dreht, ebenso bei der Rede vom Sonnenuntergang.

ICEDer Alltag und die Erfahrungswelt der darin lebensweltlich verflochtenen Personen haben in ihren Denkräumen und Handlungsperspektiven ein ganz eigenes Recht mit “richtig” und “falsch” und bedürfen keiner wissenschaftlichen Rechtfertigung. Ein Perspektivenwechsel bleibt bestehen, so dass hier richtig ist, was dort falsch sein kann.

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Nicht richtig falsch