im Blog: Schrecksekunde

Es ist kaum glaublich, mit welcher Geschwindigkeit weitergehende Forderungen und eilige Maßnahmen der Lockerung einander ablösen. Es scheint ein Überbietungswettbewerb stattzufinden, welches Bundesland es als erstes wieder zurück in die möglichst vollständige Normalität schaffe, um möglichst wenig aus der üblen Corona-Zeit zurückzubehalten.

Die Schrecksekunde ist also vorbei. Sie dauerte tatsächlich nur gut drei Wochen. Da waren die Bilder aus Italien präsent, die Militärkonvois mit Särgen. Nun werden die Virologen angegriffen als Boten des Bösen, die man für ihre Botschaft verantwortlich und schließlich verächtlich macht.

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Die Schrecksekunde

Der unbändige Drang zu verdrängen

Phomi: Nicht-theistische Theologie

Die anthropologische Funktion der Rede von „Gott“

Wovon handelt die Theologie, was ist ihr Gegenstand? Vom Wortsinn ausgehend ist es Gott (griech. Theos). Inwiefern kann „Gott“ Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung, gar einer wissenschaftlichen Disziplin sein? Fasst man Theologie als ein Thema der Religionen bzw. der Religionswissenschaften auf, wird es vergleichsweise klarer: Religionen haben es unter anderem mit Göttern bzw. Gott zu tun, insofern können Götter als Aspekte religiöser Praktiken kulturwissenschaftlich untersucht und dargestellt werden. Der Theologie geht es aber um etwas anderes. Sie macht Gott selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung, oder genauer: ihr Thema ist die Rede von Gott.

Dom zu Münster

Anders als Ideen in der Philosophiegeschichte kann „Gott“ allerdings nicht als Idee gefasst und hinterfragt werden, sofern er theistisch als extramundaner Gegenstand gesetzt ist. Wissenschaftlich und rational gesehen ist diese Exklusivität „Gottes“, zumal als handelndes Subjekt außerhalb der Raumzeit, nicht vermittelbar. Aus meiner Sicht kommt darum nur ein anderer Ansatz von Theologie infrage: die nicht-theistische Rede von „Gott“.

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Nicht-theistische Theologie

phomi-Blog: Design und Funktion

Technik und technische Produkte umgeben uns ständig, wir nutzen sie fortwährend und selbstverständlich. Uns stößt nur dann etwas Technisches auf, wenn es nicht funktioniert, wie es soll. Funktionierende Technik ist im Alltag ein transparenter Gegenstand oder Vorgang, dem an sich selbst wenig Beachtung geschenkt wird. Wichtig ist das Handeln, die Praktik mit einem bestimmten Ziel, die sich eines technischen Mittels, des Lichtschalters zum Beispiel, bedient. Schon diese wenigen Sätze sind recht voraussetzungsvoll.

Rathausuhr Heilbronn (c) Wikimedia

Über das Verhältnis zwischen der Praxis der Herstellung und den dazu erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten, also zwischen episteme und techne, denkt die Technikphilosophie nach, genauer die Philosophie der Technikwissenschaften (Theory of Design), die einen Bereich der Wissenschaftsphilosophie darstellt. Auch wenn Technikphilosophie im Wissenschaftsbetrieb hierzulande bislang nur eine geringe Rolle spielt, ist sie keineswegs eine müßige Beschäftigung. Sie sucht die Hintergründe und Zusammenhänge eines so wichtigen Lebensbereiches wie den der ‚Technik‘ analytisch zu erhellen. Eigentlich müsste es eine Basiswissenschaft sein.

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Technikwissenschaften

phomi: Gottessehnsucht

Über Wissenschaft, Gott und die Welt

Erkenntnis, Wissenschaft ist insofern wie eine unendliche Sinfonie. Sie zeigt Klangfülle, Harmonien, Dissonanzen, aber kein Ende, kein Ziel. Sie lässt Grenzen entdecken – und überschreiten. Aber sie sieht, erkennt, weiß, sagt nie das Ganze. Der erkennende Mensch ist immer ein Teil des zu Erkennenden; es gibt keinen Punkt im Nirgendwo, von wo aus alles ‚einen Sinn‘ ergibt.

St. Petri Soest

Vielleicht ist es dies, das mich zu einer anderen, zu einer weiteren Erfahrung führt. Ich kann sie nicht als Konkurrenz, nicht einmal als Ergänzung oder Überhöhung ansehen. Diese Erfahrung ist anders und umfasst und betrifft mich ebenso gänzlich wie mein Streben nach begründeter Erkenntnis. Man kann diese ‚andere‘ Erfahrung gewiss in unterschiedlichen Zusammenhängen machen. Es handelt sich um eine Erfahrung von Ganzheitlichkeit und Vollkommenheit, wie sie mir in der Kunst, in der Musik, in der Religion begegnet. – Mehr im Blog:

Gottessehnsucht

Philosophie: Wissen und Glauben

Über Vertrauen, Gründe und Meinungen

Vordergründig könnte man denken: Das Thema ist alt und überholt. Wenn sich hinter den beiden Begriffen eine Alternative verbergen sollte, dann ist diese längst entschieden. Das in der modernen Wissenschaft liegende Wissen hat sich als gültig durchgesetzt, der an Religion und Kirche gebundene Glaube ist nahezu irrelevant geworden.

Marien-PostenHintergründig ist es allerdings so, dass die Frage nach dem Verhältnis von Wissen und Glauben von erheblicher Relevanz und erstaunlicher Aktualität ist. Gerade weil die Frage bloß hintergründig und daher kaum bewusst ist, kann sie Verwirrung stiften, statt ihr Potenzial zur Klärung zu entfalten.

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Wissen und Glauben