Wandern – Touren, Tipps und Fotos

alle Fotos sind verfügbar unter Creativ Commons Lizenz [CC BY-NC DE 4.0]


Oktober 2018

Goldener Herbst am Olsberg

Noch einmal geht es rund um den Olsberg – die Herbstfarben des Laubwaldes dort sind zu schön Dazu kommt der herrliche Blick übers Ruhrtal und zu den Bruchhauser Steinen ins Hochsauerland.

Olsberg

Olsberg 704 m

Zur Abwechslung kann man einmal vom Ort Olsber aus rechtsherum gehen, also über den Klippen weg an der Luisenquelle vorbei zum Gipfel aufsteigen und dann wuie gehabt um den Heidkopf und wieder runter nach Olsberg.

Gehzeit: 2,5 Stunden


September 2018

Kleine Runde auf dem Diemelsteig

Der wunderschöne Weg führt einmal um beide Arme des Diemelstausees. Ausgangs- und Endpunkt ist Heringsdorf. Zu beschreiben ist der Weg ganz einfach: Man folgt der grünen Ausschilderung des Diemelsteigs hinauf nach „Muffert“ (Kreuz mit tollem Aussichtspunkt), dann weiter über den Eisenberg, wieder hinunter und über die Staumauer auf die andere Seite. 250 m hinter der Staumauer führt der Diemelsteig an einem Parkplatz rechts hinauf, um dann auf halber Höhe über dem Seitenarm der Itter einige Kilometer entlangzuführen. Prächtige Aussichten garantiert – auch wenn der Wasserstand der Diemel in diesem Sommer sehr niedrig ist.

Diemel

Diemelsee von Muffert

Am Ende überquert man bei Kotthausen die Itter und folgt dem breiten Fahrweg hinauf in den hohen Buchenwald. Bald trifft man auf den Rundweg H6, dem man aufwärts folgen sollte. Der Diemelsteig biegt dann rechts ab und führt viele Kilometer weitere durch das Waldecker Land. Über einen Sattel gelangt man auf die andere Seite, nämlich wieder ins Diemeltal. Wiederum gibt es herrliche Ausblicke!

Der Weg führt sanft hinunter zum Campingplatz und dann über den Viadukt der Diemelbrücke. Noch 1 km, dann ist man wieder am Parkplatz in Heringhausen.

Gehzeit: 4,5 Stunden


August 2018

Um den Olsberg

Ein schöner Wanderweg für einen Vor-oder Nachmittag führt rund um den Olsberg und den Heidkopf. Man kann ihn von Olsberg (Ortsmitte) aus beginnen oder von Assinghausen oder Bruchhausen. Ich liebe den Start in Bruchhausen.

Olsberg

Olsberg Gipfel 704 m

Vom großen Parkplatz am Ortseingang aus geht es über den Bach und dann gleich links und danach wieder rechts einen schmalen Wiesenweg hinauf, bis man auf den Fahrweg trifft, der gemächlich auf die Höhe führt. Es gibt mehrere Wegzeichen, aber da der Weg über die Wiesen und Weiden um Bruchhausen gute Sicht gewährt, geht man am besten der Nase nach: Oben rechts am Waldrand steht weithin sichtbar eine schöne weiße Jagdhütte, dahin muss man.

Vor der Hütte teilt sich der Weg, und hier kommt man auch wieder heraus. Es ist also egal, wierum man geht. Ich wähle gerne die Abzweigung nach links. Man geht nun eine Weile fast auf gleicher Höhe mit schönen Ausblicken ins Hochsauerland und über das obere Ruhrtal. Nach 40 Minuten führt eine Abzweigung nach rechts am Sendeturm vorbei und hinauf auf den Gipfel des Olsbergs.

Dieser markante Berg hat wirklich einen Gipfel mit Kreuz, 704 MüM. Nur gen Südern, woher man kommt, läuft der Gipfel in einem Rücken sanft aus. Der Rundsicht von oben ist herrlich. Jüngst hat man Bänke und Kreuz erneuert und jetzt sogar ein drehbares „Waldsofa“ aufgestellt – natürlich sehr begehrt!

Zurück folgt man dem O8-Pfad und steigt Richtung Osten ab. Bald triff man auf einen Fahrweg, auf den dann auch der Grimmeweg X 27 trifft. Den geht man weiter, bis man wieder an der Jagdhütte oberhalb Bruchhausens herauskommt. Es ergeben sich vor allem zum Ende hin schöne Ausblicke auf die Bruchhauser Steine.

Gehzeit: 3 Stunden.


August 2018

Rothaarsteig Altastenberg – Westfeld

Heute am vermutlich letzten wirklich warmen und schönen Sommertag im Hochsauerland bin ich noch einmal am Kahlen Asten gewesen.

Astentum

Astenturm 842 m

Eine schöne Rundwanderung beginnt in Altastenberg, führt hinauf zum Astenturm und dann weiter auf dem Kammweg / Rothaarsteig bis Hoheleye. Die Hütte lädt zum Rasten ein. Dann biegt man rechts ab Richtung Westfeld und gelangt so über Ennest ins obere Lennetal. Von dort geht es auf der historischen Heidenstraße (heute Jacobsweg) wieder hinauf auf die Höhe von Altastenberg. Kurz vorher geht man an den Schwedenschanzen vorbei, eine Tafel erklärt die geschichtliche Bedeutung.

Es gibt wirklich sehr viele wunderschöne Ausblicke! Seinen persönlichen Christbaum kann man auf einer der unzähligen Baumplantagen ins Visier nehmen…

Gehzeit: 5 Stunden


August 2018

Rothaarsteig von Olsberg bis Bruchhausen

Ein schönes Stück Rothaarsteig (Nordteil) als Rundweg!

Bruchhausen

Bruchhauser Steine

Los geht es in Olsberg am Parkplatz Roter Weg / Rote Brücke, Ortsteil Gierskopp. Der Aufstieg zum Borberg ist steil, aber oben wird man durch eine herrliche Aussicht über das Ruhrtal entschädigt. Die Borberger Kapelle und der große waldige Borberger Platz sind geschichtsträchtig wegen einer alten Wallanlage und vermutlich einer keltischen Kultstätte. – Dann geht es auf dem Rothaarsteig Richtung Bruchhausen. Der Wanderpfad verläuft über viele Kuppen und Gipfel, die wie der Ginsterkopf zum Einhalten und Genießen auf einem der Rothaarsteig-Bänke einladen. Der Weg ist mit seinem Auf und Ab durchaus anstrengend und gibt ein „alpines“ Feeling. Man nähert sich den Bruchhauser Steinen in einem großen Bogen, bis man sie an der Feuereiche direkt vor sich hat.

Der Weg führt unter den Steinen entlang und am Zugang zu den Naturschutzgebiet vorbei, eine Besteigung des Feldsteins lohnt sich sehr! Hier verlasse ich den Rothaarsteig und biege nach rechts ab Richtung Bruchhausen Dorf. Im Gutscafe kann man prima rasten – und schattig, dazu den Rosengarten besichtigen. Nun geht man über die Brücke auf die andere Talseite und hat zwei Optionen: Entweder über den Heidkopf und den Olsberg mit Gipfelkreuz und herrlichem Rundblick zurückzugehen oder unten im Gierskopptal entlang zu wandern. Letzteres ist etwas kürzer. Man kommt dann direkt in Gierskopp wieder heraus und muss nur noch den Berg hinauf zum Parkplatz. Eine wirklich wunderschöne Runde im Hochsauerland mit viel Abwechslung!

Gehzeit: 5 Stunden (Talweg zurück) bzw. 6 Stunden (über den Olsberg).


Juli 2018

Große Runde von Allendorf zum Schomberg

Es gibt viele Wege dorthin, dieser gehört zu meinen liebsten: Von Allendorf (Sundern) auf dem X 24 hinauf zum Schomberg – und Aussicht genießen, wenn man will vom Schombergturm! Von dort geht es (leider nur Straße mit Asphalt) über Wilde Wiese, Hohe Lenscheid nach Saal. Saal ist ein malerisches Anwesen mit kleiner Gastronomie (nur am Wochenende geöffnet) und tollem Ausblick, Besonders schön ist dort der Bauerngarten – jedes Jahr wieder!

Wilde Wiese

Wilde Wiese

Weiter geht es bis zum Wegekreuz auf der kleinen Straße, dann geht man rechts ungezeichnet am Eggeberg vorbei (GPS-Karte) einen traumhaften Waldpfad, bis man auf den „Höhenflug“ (gelbes H) trifft. Dem folgt man auf weichen Waldpfaden bis hinab zum „Neuen Brünneken“, einer Kapelle mit schönem Rastplatz. Von dort sind es nur noch knapp 2 km über Felder und Wiesen zurück nach Allendorf.

Gehzeit: 6 Stunden


Juli 2018

Rothaarsteig nach Küstelberg und Grönebach

Im Hochsauerland bei 800 m ist es luftig und nicht zu heiß – ideal zum Wandern, wenn es nur nicht ausschließlich in der Sonne ist. Es gibt ja genug Wald.

Clemensberg

Rothaargebirge vom Clemensberg

Ausgangspunkt ist die Hochheide bei Niedersfeld. Tipp: Man kann auf halber Höhe am Wasserreservoir parken! Von der Hochheide führt der Rothaarsteig nach Küstelberg und weiter Richtung Ruhrquelle. Eine wunderschöne Waldwanderung mit tollen Ausblicken, besonders vor Küstelberg, wenn man vom Hillekopf hinunterkommt.

Vor der Ruhrquelle (wer mag, kann den Abstecher auch noch gehen) nach rechts / Nordwesten abbiegen Richtung Grönebach – „Entenwiese“ Es geht dann über die Egge (mit Gipfelkreuz) und auf dem „Dorfpfad“ hinunter zur Entenwiese. Dort ist eine SGV-Hütte an einem sehr malerischen kleinen See, einfach toll im Wald gelegen mit hinreichend Schatten, wirklich eine lohnende Entdeckung. Weiter gehts immer auf dem gut gekennzeichneten „Dorfpfad“ entlang bis zum Hillebach / Hiltfeld – oder unten den Talweg nehmen entlang der Gröne. Schließlich gelangt man vor Niedersfeld an den Hillebachsee: ideal zum Baden und für Wasserski-Sport. Ein steiler Weg führt von dort wieder hinauf zum Parkplatz Wasserspeicher.

Gehzeit: 5,5 Stunden


Juli 2018

Große Hunau – Runde 

Hier gibt es ein weiteres Wander-Highlight: Von Bödefeld über die Hunau nach Altastenberg und ins Sorpetal. Der Weg bietet eine große Vielfalt an Landschaften im Hochsauerland mit fantastischen Panoramen und malerischen Tälern. Er ist weit und anstrengend, denn es sind insgesamt ca. 800 Höhenmeter zu erklimmen: zweimal über die Hunau!

Hunau

Hunau – Irreplatz

Ausgangspunkt ist Bödefeld, HSK, Wanderparkplatz Nonnenrott (2 km hinter Ortsausgang Bödefeld Richtung Osterwald / Hunaulifte). Es geht das Tal hinauf zum Schutzgebiet „Nasse Wiese“. Dort trifft man auf den Hauptwanderweg X 14 nach Altastenberg. Er führt über die Hunau (beim „Hundegrab“ 805 m) und auf einem sanften Bergrücken durch Laubwald hinüber zum Rothaargebirge. Es ist die einzige Verbindung zwischen beiden Gebirgszügen, die nicht durch ein Tal führt. Am Wege- und Straßenkreuz „Großes Bildchen“ (ein alter Bildstock) hat man den tiefsten Punkt des Bergsatteles erreicht und steigt nun wieder an, um auf die Höhe von Altastenberg (Rothaargebirge) zu gelangen. Unmittelbar vor Altastenberg breitet sich ein weites Wiesen-Talrund aus, an dessen oberen Rand ein Streifen Heide erhalten geblieben ist. Dort auf den Bänken kann man wunderbar rasten und die herrliche Aussicht über die Höhen und Täler von Nordenau genießen.

Ein Stück geht es nun auf demselben Weg zurück; man folgt am besten dem Hochsauerland-Kammweg und biegt nach ca. 1,5 km vom Hinweg nach links ab (rotes Dreieck) Richtung Ingridkreuz – Kleines Bildchen – ein wundervoller Höhenweg! Am kleinen Bildchen (Schutzhütte und kleiner Bildstock) kann man weitergehen bis Drehschlade; dort trifft man auf den Wanderweg X 13, dem man dann Richtung Obersorpe – Hunau folgen kann. Schöner allerdings ist es, am Kleinen Bildchen rechts hinunter einen fast ganz zugewachsenen alten Waldweg zu nehmen (Schild nach Obersorpe) und ins Sorpetal hinabzusteigen. Unten trifft man auf den Sorpetalweg („S“), dem man an Rehsiepen vorbei bis Obersorpe folgt. Der Pfad entlang der Wiesen des Sorpetales gehört bestimmt zu den malerischsten Wegen im Hochsauerland! Massentourismus gibts hier nicht.

An der Kirche Obersorpe trifft man nun auf den Wanderweg X 13. Vorher sollte man man noch auf dem schattigen Dorfplatz vor der Schützenhalle rasten oder in den Gasthof Zur Großen Hunau einkehren, denn danach geht es aus dem tiefen Tal steil hinauf auf 810 m zum Irreplatz – Hunau. Beim Anstieg entschädigen herrliche Ausblicke für die Anstrengung. Das letzte Stück vor der Hunauhöhe durch lichten Fichtenwald mit grünem Unterholz gehört zum Schönsten, was das Sauerland an Waldpfaden zu bieten hat.

Oben kann man nun auf den Skiwiesen an den Hunauliften den weiten Ausblick nach Norden genießen, um dann entweder dem X 13 wieder an Nasse Wiese vorbei hinunter zum Ausgangspunkt zu folgen oder, besser, dem rechten Lift entlang an der Skiwiese hinunterzulaufen (B 4) bis zum Parkplatz an den Hunauliften. Dann sind es noch wenige hundert Meter zurück bis zum Parkplatz Nonnenrott.

Gehzeit: ca. 6 Stunden, 800 Höhenmeter gesamt


Juli 2018

Von Grevenstein über die Homert

Wenn man früh morgens beginnt, kann man auch bei diesem heißen Sommerwetter prima im Sauerland wandern!

Grevenstein

Grevenstein, Veltins-Dorf

Heute bin ich in Grevenstein, dem „Veltins-Dorf“ gestartet. Zuerst geht es auf der Landstraße Richtung Meinkenbracht bis zum Ortsausgang Grevenstein, dann rechts hinauf und über einen Bergsattel wieder hinunter ins Selbachtal. Dort führt bei den Fischteichen ein kleiner Fußgängersteg auf die andere Seite. Man folgt links dem alten Grubenweg, bald rechts hinauf und über die Wiesen nach Meinkenbracht, dem „Sternendorf“. Dann an dem dortigen Wanderparkplatz vorbei ins Romecketal, ein sehr liebliches Stück Sauerland! Weit oben trifft man dann auf den Premium-Wanderweg „Höhenflug“ (H) und folgt ihm nach links über die Homert. Die Homert ist mit 656 m der höchste Bergrücken dieser Gegend. Der Weg führt zwar meist durch Fichtenwald unterschiedlichen Alters, aber oben an der Gipfelfläche hat man eine herrliche Aussicht über das Hochsauerland!

Weiter geht es durch Nadel- und Mischwald, bis man auf den Hauptwanderweg X 13 trifft. Dem folgt man linker Hand zurück nach Grevenstein. Es bieten sich schöne Aussichten ins Wennetal und hinüber in die „Caller Schweiz“.Man kommt noch an dem hübschen kleinen Modelldorf „Hammerkotten“ vorbei, ein Wassertretbecken gibt es dort auch.

Gehzeit: 4,5 Stunden


Juli 2018

Über Kahlenberg und Püsterberg

Heute stelle ich eine kleine Wanderung für einen Nachmittag vor, aber eine besonders schöne, die ich sehr liebe. Der Weg führt nämlich weitgehend naturnah über schmale Waldpfade und ist nur etwas für gute Geher!

Das Auto lässt man bei Hirschberg am Eichgrund-Kreuz an der nördlichen Ortsausfahrt von Hirschberg stehen (Abzweigung Odakerweg). Von dort geht es ein Stück auf Asphalt, bis man in einen landwirtschaftlichen Weg rechts einbiegt (kein Wanderzeichen). Dem folgt man, bis er auf einen größeren Wirtschaftsweg stößt, und biegt links ab, geht immer geradeaus den Berg hinauf. Wo er dann als Feldweg nach rechts abbiegt, folgt man dem bereits grasig zugewachsenen Weg knapp unterhalb der Waldgrenze. Der Blick auf Hirschberg ist immer wieder malerisch und bezaubernd. In einer Rechtskurve etwas bergab, an einer Bank und einem Kruzifix, biegt man nach links auf einen Waldpfad, der ziemlich versteckt ins Gebüsch führt. Als Wanderzeichen findet man den liegenden Hammer / das umgedrehte T. Der Pfad schlängelt sich durchs Unterholz, ist aber zum Teil freigeschnitten. Ein Stock bzw. lange Hosen sind wegen der Brennesseln nützlich – das gilt für den gesamten Weg.

Hirschberg

Hirschberg

Man kreuzt einen Wanderweg und geht den steinigen alten Fortsweg recht steil bergan. Oben trifft man an der Wegkreuzung auf den A2, einen Waldlehrpfad. Ihm folgt man nach links. Gleich hinter der Kreuzung befindet sich rechter Hand ein Aufschluss von Gestein, der die Faltungen des alten Meeresbodesn sehr schön zeigt (Hinweistafel). Der jetzt breite Forstweg führt unter den Kahlenbergsköpfen entlang durch Mischwald. Nach ca. 2 km biegt an einer grünen Bank der A2 nach rechts ab – als Waldpfad ins Gebüsch! Der Pfad ist tatsächlich recht verwildert und offenbar selten begangen, dabei gehört er zu den schönsten Abschnitten der Strecke. Man kommt an unterschiedlichsten Gehölzen, Bäumen und einigen Klippen vorbei. Nach einem kleinen heidigen Stück führt der Pfad durch hohen Buchenwald steil bergab, am Kahlenberg Kopf hinunter. Unten am Wegekreuz trifft man auf Schilder zu den „Kroneichen“: folgen.

Es ist folgt ein weiteres Stück schönster grüner Natur, Unterholz dicht zugewachsen. Wegzeichen gelegentlich vorhanden: der offene Kreis. Schließlich stößt man auf eine asphaltierte Forststraße, der man für ca. 200 m nach links folgt. Dann wird es schwierig, denn ein Wegzeichen (Kreis) ist erst einige hundert Meter weiter im Wald zu finden. Man muss also nach rechts abbiegen unter hohen Fichten in eine Schneise hinein und dem etwas holperigen Gelände, bald entlang dem Zaun einer Schonung, folgen. Es wird dicht und wild – und siehe da: neue Wegzeichen (Kreis und ?)! Nach ca. 800 m erreicht man einen breiteren Fahrweg, in den man nach links einbiegt, um gleich danach die Abzweigung nach schräg rechts zu nehmen. Jetzt folgt man dem liegenden V / Schnabel. Man quert ein kleines Bachtal und geht nach einer Rechtskurve weiter geradeaus. Und nun kommt die nächste Herausforderung: nach ca. 300 Metern an der richtigen Stelle links in den Hochwald abzubiegen! Es findet sich rechts an einem Baum versteckt sogar das V mit einem Pfeil nach links, auch ist das Grün am Wegesrand dort links an der Böschung etwas niedergetreten und lässt den Pfad erahnen. Hier hilft definitiv eine Wanderkarte mit GPS. Im Wald sieht man dann das Wegzeichen wieder und steigt recht steil durchs Gelände hinauf auf den Püsterberg, an einer Schweinesuhle vorbei (es gibt hier viele Wildschweine) und über einen Waldweg hinweg. Oben stößt man dann wieder auf einen breiteren Fahrweg, der von den Kroneichen hinaufführt, die Höhe entlang. Jetzt kann man es auf dem Püsterberg unter mächtigem Buchenwald etwas geruhsamer gehen lassen.

Nach ca. 1,5 km geht es schräg nach links ab, wieder als wilder Pfad durch den hohen Laubwald. Man muss die Abzweigung etwas suchen, das Wanderzeichen „liegendes V“ ist vorhanden, aber bisweilen versteckt. Wiederum hilft hier eine Wanderkarte mit GPS. Es geht quer durch den Wald auf einem offenbar sehr alten, zugewachsenen Waldweg, langsam abfallend, bis man an der großen Hirschberger Lichtung herauskommt. Dort ist ein hübscher Sitzplatz mit wunderschönber Aussicht auf die Hirschberger Hochfläche. Dort kann man rasten und verschnaufen für das letzte Stück, ca. 2,5 km die asphaltierten landwirtschaftlichen Wege entlang, man sieht schon von Ferne den kleinen Parkplatz. Vorher kommt man noch an der Odaker-Kapelle vorbei, ein Zeugnis ältester Siedlung einer Augustiner- Nonnen-Eremitage aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts. Vorbei an dem großen Bauernhof geht es zurück zum Parkplatz / Kreuz am Eichengrund.

Gehzeit (ohne Verlaufen….) 2,5 Stunden.


Juli 2018

Vom Ettelsberg zur Hochheide

Ein schöner Rundweg führt von Willingen zur Hochheide und über den Langenberg, die höchste Erhebung NRWs mit 844 MüM. Parken kann man in Willingen bequem in der Nähe der Seilbahn . Denn zuerst erklimmt man den Ettelsberg, 830 m, wahlweise zu Fuß (empfehlenswert) oder eben mit der Seilbahn. Vom Aussichtsturm (Fahrstuhl) auf dem Ettelsberg hat man einen fantastischen Rundblick auf das Hochsauerland und die Waldecker Berge. Leider ist die Aussichtsplattform rundum verglast und stark reflektierend, gute Fotos sind also kaum möglich. Man sieht von dort oben, aber eben auch bereits während des Aufstiegs durch die Heidelandschaft, welche Eingriffe in das ansonsten liebliche Landschaftbild der Skisport erfordert. Noch immer werden Lifte und Beschneiungsanlagen ausgebaut (eine Großbaustelle versperrt teilweise den Weg W6), als gäbe es keinen Klimawandel.

Ettelsberg

Weg auf den Ettelsberg

Vom Ettelsberg führt der Wanderweg W6 über Große Grube zum Neuen Hagen , bekannt als Hochheide. Dort trifft man auch wieder auf die sehr viel besser gekennzeichneten Wanderrouten des Hochsauerlandes. Man kann nun dem Rothaarsteig Richtung Brilon folgen, wandert an der Hoppecke-Quelle vorbei über die Hochheide (Blüte im August) zum Clemensberg oberhalb des großen Diabas-Steibruchs von Niedersfeld. Die Aussicht ist bei gutem Wetter atemberaubend – und die Äolsharfe bringt den Wind zum Klingen!

In den nahen Hochheidehütte kann man bei prächtiger Aussicht wunderbar rasten und sich stärken. Dann geht es weiter Richtung Oberer Burbecker Platz über den Langenberg, der allerdings kaum Aussicht bietet. Nach weiteren 1,5 km ist man beim großen Wegekreuz des Richtplatzes und folgt nun dem Uplandsteig Richtugng Willingen – Sonnenhang. Der sehr lieblich Weg führt fast auf gleicher Höhe bis hinter die westlichen Skihänge Willingens (Hoppern). Am Ende folgt man der Ortsstraße Zur Hoppecke zur Talstation der Bergbahn.

Gehzeit: 5 Stunden


Juli 2018

Vom Asten zum Odeborn

Der Kahle Asten (842 MüM) gibt mit seiner heidigen Hochfläche an klaren Tagen wie diesen den Blick frei weit über die Sauerländer, Waldecker und Wittgensteiner Höhenzüge hinweg. Bei aller Freude über die Höhen sollten man die Täler nicht vergessen, die viele malerische Winkel zu bieten haben. Auf dieser längeren Tageswanderung kommt beides vor: die Höhen auf dem Rothaarsteig und die Täler südwestlich des Kahlen Asten, besonders das Odeborntal.

Als Ausgangspunkt und Parkplatz bietet sich der Helleplatz an, an der B 480 östlich von Neuastenberg (1 km) gelegen. Von dort kann man in wenigen Minuten durch ein Waldstück den Kahlen Asten erklimmen und die Rundsicht auf der weiten Hochfläche genießen. Wer mag, folgt dem Rothaarsteig (rotes R) schon vom Turm an. Er wird dann erst zur Lennequelle geführt und in einem Bogen zurück nach Süden, um den Weg hinunter Richtung Lenneplätze – Langewiese zu finden. Man wandert mal höhengleich, mal sanft abfallend auf dem Höhenrücken entlang über Wiesenflächen und an den hübschen Orten Lenneplätze und Langewiese vorbei. Leider ist dieser Kammweg zwar reich an schönen Ausblicken, aber überwiegend asphaltiert und darum weniger schön für Wanderers Sohlen. Erst vor dem Anstieg nach Hoheleye (6,5 km) wird es ein richtig schöner Wanderweg. An der Wanderhütte Hoheleye (Mo geschl.) biegt man nun links / südlich ab und folgt dem schon etwas älteren WHT-Zeichen ( blau-gelb, Winterberger Höhen-Traum) Richtung Schmelzhütte – Odeborntal. Unterhalb der Graberhofs gibt es zwei Möglichkeiten zur Schmelzhütte, man sollte aber dem WHT nach rechts über die Straße hinüber folgen, auch wenn er 2 km länger ist. Der wunderschöne Weg führt durch das liebliche Hesselbachtal und mündet dann ins Tal des Odeborn. Hier findet man einen großen Grill- und Spielplatz direkt am Bächlein Odeborn, der auf mich etwas verwildert wirkte. Man hat direkten und gefahrlosen Zugang zum Bach, ideal für Kinder zum Spielen (Parkplatz nebenbei). Frühere Besucher hatten im Bach eine Kiste Bier, frisch gekühlt und halb gefüllt, stehen lassen, ich denke vom Vatertag… Der ideale Ort für eine schattige Mittagsrast.

Es ist zugleich mit 604 m der niedrigste Punkt der Wanderung; von nun geht es wieder bergauf. Man folgt dem WHT immer auzf der südlichen Seite des Odeborntales. Es ist sehr hübsches und stilles hochsauerländer Tal mit schmalen Wiesen, einem kleinen See an der Zwistmühle und viel Laub- und Fichtenwald. Bis Mollseifen, dem nächsten und schon wieder hoch gelegenen Ort, sind es 6 km. Man muss aufpassen, denn der WHT folgt nicht immer dem breitesten Fahrweg. Besonders ca. 1 km vor dem letzten Anstieg nach Mollseifen verlässt er den Fahrweg nach schräg links die Böschung hinunter; der Pfad ist anfangs schwer auszumachen, ein Hinweiszeichen WHT mit Pfeil ist vorhanden. Der wenig ausgetretene Pfad schlängelt sich durch einen Fichtenhang bis zur Mollseifener Brücke, die unten am Wanderweg auch eine kleine Fußgängerbrücke hat zum reichlich verwilderten Grillplatz. Durch dichte Pflanzen geht es hinauf, bis man die Straße vor Mollseifen erreicht. Dies Wegstück war ganz nach meinem Geschmack! (GPS hilft übrigens, ich bin zuerst an der Abzweigung vorbeigelaufen.) Auffallend: Sowie man die „Premium-Wanderwege“ verlässt, wird es im Hochsauerland sehr usprünglich und malerisch – und einsam. Mir ist bei schönstem Wetter auf dem gesamten Weg ab Hoheleye niemand begegnet!

Odeborn
Mollseifen ist ein kleines stilles, wunderschönes Walddorf, das zu Winterberg gehört. Im Mollseifer Hof kann man sich stärken oder seinen Durst löschen. Von hier geht es in ca 1 Stunde auf dem „Höhenflug“ (gelbes H) bzw. N3 über den Bürbisplatz weiter hinauf zum Helleplatz, dem Ausgangs- und Zielpunkt der Wanderung.

Reine Gehzeit: 5,5 Stunden.


Juni 2018

Lörmecketurm 2018

Bei diesem klaren Sommerwetter bieten sich Aussichtstürme als Ziel einer Wanderung im Sauerland an. Selten bekommt man eine solch schöne Sicht wie in diesen Tagen. Der Lörmecketurm auf dem nördlichen Höhenzug der Ruhr nahe dem Stimm-Stamm (B 55) gehört zu den beliebten Zielen, auch weil er vom Parkplatz an der B 55 so bequem zu erreichen ist. Allerdings ist der gut 3 km lange Weg durch den Wald (Plackweg), hier auf fest geschotterter Waldstraße, nicht besonders reizvoll. Also kann man zum Beispiel den Startpunkt an die Bilsteinhöhle (bei Warstein) legen (Parkplatz 3) und von dort das sehr malerische Bilsteintal hinaufwandern und so zum Stimm-Stamm gelangen. Dann bleibt einem nur der Fahrweg bis zum Lörmecketurm. Er steht auf 644 m Höhe und ist bis zur Aussichtsplattform 35 m hoch, erbaut 2008. Die Rundumsicht hoch über den Baumwipfeln ist fantastisch: vom Teutoburger Wald bis zum Rothaargebirge und über die Höhen des Ruhrtales.

Lörmecketurm

Zurück wählt man einen sehr viel schöneren Weg, nämlich die „Waldroute“ (grünes W), die 300 m westlich des Turms nach Norden abzweigt. Dort kommt man an gekennzeichneten „Jahresbäumen“ vorbei, die sowohl die Artenvielfalt der für das Sauerland typischen Laubbäume zeigt als auch das unterschiedliche Wachstum. Sehr schön liegt die schmucke Hubertus-Kapelle am Kapellenplatz. Von dort führt ein kleiner Pfad zu einem Aussichtspunt über das dortige Hochmoor. – Zurück auf der Waldroute geht es sanft abwärts. Man überquert die B 55 und folgt weiter nach Norden der Beschilderung zur „Höhle“. Es geht auf dem Mescheder Weg über einen Höhenrücken talwärts. Noch ist es ein junger Mischwald, der die einstige Lichtung auffüllt, die 2007 durch den Sturm „Kyrill“ gerissen wurde. Erklärende Tafeln der Europäischen Schule Warstein, zusammen mit ihrer französischen Partnerschule verfasst und errichtet, verfallen allmählich, – schade drum. Nach einem weiteren Kilometer kommt man direkt an das Wildgehege an der Bilsteinhöhle und zur Höhle selbst. Beides ist ein willkommener Abschluss dieser reizvollen Wanderung.

Gehzeit: knapp 4 Stunden.


Juni 2018   

Schombergrunde 2018

Zum Schomberg (Wilde Wiese) im südwestlichen Hochsauerlandkreis gibt es mehrere schöne Wege. Diesmal habe ich als Ausgangspunkt Endorfer Hütte (Anfahrt süyyyydlich von Sundern) gewählt. Von dort geht man durch ein einsames Bachtal hinauf nach Baukloh und weiter zum malerischen Kloster Brunnen. In einer Schleife führt der Röhrweg (Raute) zurück nach Rörenspring. Das hoch gelegene Dorf verbirgt an einer Streuobstwiese die Röhrquelle. Die Röhr fließt an Sundern vorbei und mündet bei Hüsten in die Ruhr. Auf dem „Premium-Wanderweg Höhenflug“ (gelbes H) geht es in etwa auf gleicher Höhe durch lichte Lärchen- und Eichenwälder zum Schomberg bei Wilde Wiese. Der Schombergturm (Sendeturm) hat eine frei zugängliche Aussichtsplattform in ca. 30 m Höhe. Bei schönem Wetter ist die Aussicht großartig – bis zum Siebengebirge am Rhein kann man schauen – und natürlich zum Rothaargebirge hinüber. – Zurück geht es dann nach Norden Richtung Allendorf. Kurz vor der „Siebenwege“ – Kreuzung biegt man scharf nach rechts ab (W) und geht steil und dann sanfter bergab, bis man wieder das Waldbachtal in Endorfer Hütte erreicht.

Gehzeit ca. 4 Stunden.

NW