Jörg Müller baut 1992 in Brandenburg seine erste Windkraftanlage. Der Kerntechnik-Ingenieur ist schon damals überzeugt: Das ist die Zukunft. Ein Verbundkraftwerk aus Erneuerbaren kann genauso zuverlässig Energie bereitstellen wie ein konventionelles Kraftwerk. Gut 30 Jahre später beliefern Müller und sein Unternehmen Enertrag ihre Kunden in der Uckermark rund um die Uhr mit Strom aus Sonne, Wind, Speicher und grünem Wasserstoff. Das Vorbild ist die Landwirtschaft. „Die Erntezeit dauert zwei Wochen“, sagt Müller im „Klima-Labor“ von ntv. „Wie machen wir daraus Essen für Monate? Mit Getreidespeichern.“ Das Potenzial der neuen Technologien ist ihm zufolge längst nicht ausgeschöpft. Speziell die Solarenergie beeindruckt mit so großen Sprüngen, dass sie Windenergie eines Tages überflüssig machen könnte. Das sind Müller zufolge gute Nachrichten für Verbraucher, er verspricht: Das neue Energiesystem wird deutlich günstiger, selbst wenn die Kilowattstunde doppelt so viel kostet.
Das grüne Kraftwerk von Enertrag – „Seit 1990 ist klar: Uns bleiben nur Solar- und Windenergie“
@ntv.de vom 03.05,2026 und Podcast