Nah-Ost Kriege

‘Everything After This Will Be Harder’: Gen. Stanley McChrystal on Iran
David French talks with the retired general about the “great seduction” America fell for in Iran.

David French: Nun, vor dem 7. Oktober gab es eine Redewendung: „den Rasen mähen“, was im Wesentlichen bedeutete, dass man regelmäßig Konflikte mit der Hamas oder der Hisbollah hat und sie zurückschlägt. Man wirft sie in die Knie, und es dauert Monate oder Jahre, bis sie sich erholen, und man kann das Ganze immer wieder von vorne beginnen.

Doch meiner Ansicht nach hätte der 7. Oktober die Vorstellung, sie hätten immer wieder den Rasen gemäht, endgültig widerlegen müssen. Und die Hamas, weit davon entfernt, eingeschüchtert zu sein, plante dieses entsetzliche, zutiefst böse Massaker.

Das führt zu folgender Situation: Man hat bedrohliche Feinde, Feinde, die einem schaden wollen, man hat zwar enormes Potenzial, ihnen Schaden zuzufügen, aber keine wirkliche Möglichkeit, sie zu eliminieren oder zu vernichten. Das ist ein schwerwiegendes strategisches Dilemma.

Gen. Stanley McChrystal: Ja, und wir haben es weltweit gesehen. Man sieht es jetzt im Westjordanland. Man sieht die Realität, dass all der Groll, den man durch sein jetziges Handeln erzeugt, irgendwann auf einen selbst zurückfällt.

Ich glaube, dass jeder, den wir bei den Bombenangriffen auf den Iran töten, einen Bruder, eine Schwester, einen Vater oder eine Mutter hat, und es ist unwahrscheinlich, dass diese Menschen sagen werden: „Ach ja, schon gut. Ihr habt meinen Vater getötet, aber das war für euch geopolitisch notwendig.“

So reagieren wir nicht.

Manchmal ist es notwendig. Ich leugne nicht, dass manche Kriege gerechtfertigt und erforderlich sind, aber kein Krieg, den ich kenne, ist sauber, ordentlich oder führt zu dem Ergebnis, das wir uns eigentlich wünschen.

Sie produzieren dieses unübersichtliche Etwas, das vielleicht besser ist als vor dem Krieg. Viel besser ist es aber nicht.

(Übersetzt von Google.)

The New York Times, 26. März 2026


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.