publicopinia: Demokratie – Geschichte

Formen des Zerfalls im antiken Athen

Im wechselvollen und in der damaligen Welt weit ausgreifenden Peloponnesichen Krieg (431 – 404 vC) versuchte Athen, den von ihm gegen die Perser gegründeten und beherrschten attischen Seebund durch eine Ausweitung seiner Landmacht zu ergänzen. Ziele der Eroberungen lagen in Sizilien (Syrakus) und auf der Peloponnes mit Sparta an der Spitze. Die Auseinandersetzung mit seinem alten Rivalen Sparta geriet auch zur Konkurrenz der unterschiedlichen Systeme, nämlich Spartas Aristokratie / Oligarchie mit der Demokratie der Athener. Athen unterlag schließlich auf ganzer Linie, verlor 404 vC die Flotte, den Seebund und die Macht außerhalb Attikas.

Vorher stand allerdings die Demokratie als seine maßgebliche Polisverfassung auf dem Spiel, und dieses Kapitel der Geschichte Athens ist erstaunlich aktuell: Demokratien verschwinden nicht quasi naturgegeben, sondern werden, so wie sie unter bestimmten Umständen von Menschen eingerichtet wurden, unter anderen Umständen auch wieder abgeschafft. Dies „Lehrstück“ wird von Thukydides als solches berichtet. In einer kritischen Situation, nach einem (mit Unterbrechungen) bereits zwanzigjährigen wechselvollen und verlustreichen Krieg gab es in Athen einen Umsturzversuch zugunsten der Oligarchie. Der Umsturz dauerte vier Monate und war am Ende nicht erfolgreich.

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