Phomi: Funktion

In meinem Philosophie-Blog findet sich ein neuer Beitrag zu einem erkenntnistheoretischen Thema: Funktion und Teleologie. Es ist eine spezielle Fragestellung, die nicht gerade vor der Haustür liegt, aber durchaus weitreichende Auswirkungen hat. Zum Beispiel diese: Sind Naturgesetze wirklich die sicherste Basis unserer physikalischen Realität? Können biologische Funktionen vollständig auf der physikalistischen Ebene abgebildet werden? Welche Rolle spielt Zielgerichtetheit (Teleologie)?

Wenn man so will, kehrt die seit einigen Jahren beruhigte Fragestellung nach dem Verhältnis von mind und brain im Bereich biologischer und kosmologischer Forschung wieder zurück. Wie realistisch sind unsere wissenschaftlichen Theorien, und inwiefern hilft ein Instrumentalismus als pragmatische Lösung auch auf erkenntnistheoretischer Ebene weiter? Die Fragestellungen werden in dem Blogbeitrag kurz skizziert. Dabei wird auf einen ausführlichen Essay hingewiesen, der dort verlinkt ist – ebenso wie im nebenstehenden Vorschaubild.

Funktion und Teleologie

Eine Übersicht

phomi: Ethik Dilemma

Falsche Alternativen führen zu falschen Schlüssen

In der gegenwärtigen Situation der Coronakrise wird die öffentliche Diskussion oftmals von Alternativen geprägt, die ethische Grundfragen berühren und zu scheinbar unausweichlichen Gegensätzen führen. Je grundsätzlicher es klingt, desto unauflösbarer scheint der Gegensatz zum Beispiel zwischen „Freiheit“ oder „Leben“. Also ein echtes Dilemma?

Man sollte aber als Beobachter und erst recht als politisch Verantwortlicher sehr wohl zu unterscheiden wissen zwischen dem, was ethisch und rechtlich geboten ist und was den Grundwerten unserer Gesellschaft entspricht, – und dem, was ins Gemeinwohl gekleidete partikulare Interessen sind, die sich einen Vorsprung oder auch nur eine zusätzliche Chance verschaffen wollen.
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Ethik Dilemma

Phomi: Metaphysik

Ein Revival analytisch erneuerter Metaphysik bringt klassische Themen zurück und spannende Perspektiven in die moderne Philosophie.

Metaphysik Inkunabel

Eigentlich galt die Metaphysik lange Zeit als erledigt. Was weder analytisch (sprachlich) zu klären noch empirisch zu verifizieren ist, hat keinen Aussagewert, ist bedeutungslos, so die These. Die Geschichte der Philosophie sollte mit der Konzentration auf begriffliche Klarheit und naturalistische Wahrheit in das moderne naturwissenschaftliche Weltbild eingepasst werden. 

Seit „analytische“ Philosophinnen und Philosophen sich wieder metaphysischen Themen zugewandt haben, kann geradezu von einer Renaissance der Metaphysik sprechen, die alte Vorbehalte und Abwehrhaltungen der Logischen Empirizisten hinter sich gelassen hat.  – Mehr im Blog

Metaphysik Revival

Determinismus und Freiheit

Unter „Texte“ stelle ich eine Arbeitsmappe zum Thema „Determinismus und Freiheit“ zur Verfügung. Sie ist in einem philosophischen Seminar im WS 2019 / 2020 an der WWU Münster entstanden. Gegenstand ist Luis de Molinas Deputatio 52 „Concordia“, eine Abhandlung über das Freiheitsproblem aus spätscholastischer oder schon früh – neuzeitlicher Sicht. Diese Schrift begründet den „Molinismus“. Der Molina – Text selbst ist zusammen mit Übersetzung und ausführlichem Kommentar als Buch erhältlich.

Phomi: Nicht-theistische Theologie

Die anthropologische Funktion der Rede von „Gott“

Wovon handelt die Theologie, was ist ihr Gegenstand? Vom Wortsinn ausgehend ist es Gott (griech. Theos). Inwiefern kann „Gott“ Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung, gar einer wissenschaftlichen Disziplin sein? Fasst man Theologie als ein Thema der Religionen bzw. der Religionswissenschaften auf, wird es vergleichsweise klarer: Religionen haben es unter anderem mit Göttern bzw. Gott zu tun, insofern können Götter als Aspekte religiöser Praktiken kulturwissenschaftlich untersucht und dargestellt werden. Der Theologie geht es aber um etwas anderes. Sie macht Gott selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung, oder genauer: ihr Thema ist die Rede von Gott.

Dom zu Münster

Anders als Ideen in der Philosophiegeschichte kann „Gott“ allerdings nicht als Idee gefasst und hinterfragt werden, sofern er theistisch als extramundaner Gegenstand gesetzt ist. Wissenschaftlich und rational gesehen ist diese Exklusivität „Gottes“, zumal als handelndes Subjekt außerhalb der Raumzeit, nicht vermittelbar. Aus meiner Sicht kommt darum nur ein anderer Ansatz von Theologie infrage: die nicht-theistische Rede von „Gott“.

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Nicht-theistische Theologie