phomi: Ethik Dilemma

Falsche Alternativen führen zu falschen Schlüssen

In der gegenwärtigen Situation der Coronakrise wird die öffentliche Diskussion oftmals von Alternativen geprägt, die ethische Grundfragen berühren und zu scheinbar unausweichlichen Gegensätzen führen. Je grundsätzlicher es klingt, desto unauflösbarer scheint der Gegensatz zum Beispiel zwischen „Freiheit“ oder „Leben“. Also ein echtes Dilemma?

Man sollte aber als Beobachter und erst recht als politisch Verantwortlicher sehr wohl zu unterscheiden wissen zwischen dem, was ethisch und rechtlich geboten ist und was den Grundwerten unserer Gesellschaft entspricht, – und dem, was ins Gemeinwohl gekleidete partikulare Interessen sind, die sich einen Vorsprung oder auch nur eine zusätzliche Chance verschaffen wollen.
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Ethik Dilemma

Phomi: Metaphysik

Ein Revival analytisch erneuerter Metaphysik bringt klassische Themen zurück und spannende Perspektiven in die moderne Philosophie.

Metaphysik Inkunabel

Eigentlich galt die Metaphysik lange Zeit als erledigt. Was weder analytisch (sprachlich) zu klären noch empirisch zu verifizieren ist, hat keinen Aussagewert, ist bedeutungslos, so die These. Die Geschichte der Philosophie sollte mit der Konzentration auf begriffliche Klarheit und naturalistische Wahrheit in das moderne naturwissenschaftliche Weltbild eingepasst werden. 

Seit „analytische“ Philosophinnen und Philosophen sich wieder metaphysischen Themen zugewandt haben, kann geradezu von einer Renaissance der Metaphysik sprechen, die alte Vorbehalte und Abwehrhaltungen der Logischen Empirizisten hinter sich gelassen hat.  – Mehr im Blog

Metaphysik Revival

Determinismus und Freiheit

Unter „Texte“ stelle ich eine Arbeitsmappe zum Thema „Determinismus und Freiheit“ zur Verfügung. Sie ist in einem philosophischen Seminar im WS 2019 / 2020 an der WWU Münster entstanden. Gegenstand ist Luis de Molinas Deputatio 52 „Concordia“, eine Abhandlung über das Freiheitsproblem aus spätscholastischer oder schon früh – neuzeitlicher Sicht. Diese Schrift begründet den „Molinismus“. Der Molina – Text selbst ist zusammen mit Übersetzung und ausführlichem Kommentar als Buch erhältlich.

Phomi: Nicht-theistische Theologie

Die anthropologische Funktion der Rede von „Gott“

Wovon handelt die Theologie, was ist ihr Gegenstand? Vom Wortsinn ausgehend ist es Gott (griech. Theos). Inwiefern kann „Gott“ Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung, gar einer wissenschaftlichen Disziplin sein? Fasst man Theologie als ein Thema der Religionen bzw. der Religionswissenschaften auf, wird es vergleichsweise klarer: Religionen haben es unter anderem mit Göttern bzw. Gott zu tun, insofern können Götter als Aspekte religiöser Praktiken kulturwissenschaftlich untersucht und dargestellt werden. Der Theologie geht es aber um etwas anderes. Sie macht Gott selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung, oder genauer: ihr Thema ist die Rede von Gott.

Dom zu Münster

Anders als Ideen in der Philosophiegeschichte kann „Gott“ allerdings nicht als Idee gefasst und hinterfragt werden, sofern er theistisch als extramundaner Gegenstand gesetzt ist. Wissenschaftlich und rational gesehen ist diese Exklusivität „Gottes“, zumal als handelndes Subjekt außerhalb der Raumzeit, nicht vermittelbar. Aus meiner Sicht kommt darum nur ein anderer Ansatz von Theologie infrage: die nicht-theistische Rede von „Gott“.

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Nicht-theistische Theologie

phomi-Blog: Design und Funktion

Technik und technische Produkte umgeben uns ständig, wir nutzen sie fortwährend und selbstverständlich. Uns stößt nur dann etwas Technisches auf, wenn es nicht funktioniert, wie es soll. Funktionierende Technik ist im Alltag ein transparenter Gegenstand oder Vorgang, dem an sich selbst wenig Beachtung geschenkt wird. Wichtig ist das Handeln, die Praktik mit einem bestimmten Ziel, die sich eines technischen Mittels, des Lichtschalters zum Beispiel, bedient. Schon diese wenigen Sätze sind recht voraussetzungsvoll.

Rathausuhr Heilbronn (c) Wikimedia

Über das Verhältnis zwischen der Praxis der Herstellung und den dazu erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten, also zwischen episteme und techne, denkt die Technikphilosophie nach, genauer die Philosophie der Technikwissenschaften (Theory of Design), die einen Bereich der Wissenschaftsphilosophie darstellt. Auch wenn Technikphilosophie im Wissenschaftsbetrieb hierzulande bislang nur eine geringe Rolle spielt, ist sie keineswegs eine müßige Beschäftigung. Sie sucht die Hintergründe und Zusammenhänge eines so wichtigen Lebensbereiches wie den der ‚Technik‘ analytisch zu erhellen. Eigentlich müsste es eine Basiswissenschaft sein.

Neu im Blog! Einführung in die

Technikwissenschaften