publicopinia: Die Mitte

Was ist die Mitte zwischen wirtschaftsliberal, konservativ, eigenverantwortlich einerseits und sozialökologisch, staatsorientiert und fürsorglich gegenüber den Wechselfällen des Lebens andererseits? Reicht die alte Unterscheidung von rechts und links als Positionsbestimmung noch aus? Wie kann man die gesellschaftlichen Verhaltensweisen, Meinungen, Strategien, kulturellen Orientierungen beschreiben, die heute „die Mitte“ ausmachen?

populismus

Um diese Frage geht es in dem Beitrag „In der Mitte“, dessen Langtext im Blog publicopinia, dessen vollständiger Text dort aber auch als PDF-Datei verfügbar ist.

In der Mitte

Versuch einer Positionsbestimmung

publicopinia: Wahlrechtsreform

Das Wahlrecht zum Deutschen Bundestag soll reformiert werden. Wegen der zahlreichen Überhangmandate sei der Bundestag zu groß geworden. Die Arbeitsfähigkeit werde dadurch beeinträchtigt. So jedenfalls argumentieren die Kritiker des bestehenden Verfahrens („unkontrollierter Aufwuchs des Bundestages“). Das ist allerdings nicht so offensichtlich, wie es scheinen mag. Arbeitsfähigkeit ist ja eine Frage der Organisation und der Räumlichkeiten. Es müsste schon weitere gute Gründe geben, die eine Begrenzung der Zahl der Abgeordneten erfordern. Ich habe noch keine gefunden.

Zum Beitrag im Blog publicopinia

Wahlrechtsreform

Blog: Kapitalismus real

Vom Neoliberalismus zum Globalismus – Eine Skizze des real existierenden Kapitalismus – im Blog publicopinia

Mit dem Etikett „neoliberal“ habe ich immer etwas Schwierigkeiten, es klingt zu sehr nach einem unbestimmten linken Kampfbegriff. Meint man damit das Prinzip der Profitmaximierung, den Vorrang für die Kräfte des Marktes und des Wettbewerbs, so ist das zusammen mit dem Privateigentum an Produktionsmitteln Kapitalismus in Reinform. Ich würde heute lieber vom ‚global und digital entfesselten Kapitalismus‘ sprechen.  Weiter ->

Real existierender Kapitalismus

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publicopinia: Nationalismus

In der Gegenwart sind politisch ‚rechts‘ verortete Themen wieder erstaunlich aktuell und erschreckend brisant geworden. Zu diesem neu-rechten Themenkreis gehören die Begriffe Nationalismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus. Material für eine Problemgeschichte.


Hinzukommt ein Wiederentdecken des ‚Völkischen‘ und ‚Identitären‘. Aus der Geschichte heraus bietet sich „Nationalismus“ als Oberbegriff an, dem die anderen Themen unter- oder beigeordnet werden können; sie hängen alle zusammen. Es sind negative Begriffe der Abgrenzung, Ausgrenzung, Diskriminierung, Selbstbehauptung auf Kosten angeblich ‚Minderwertiger‘. 

Neu im Blog:

Nationalismus

publicopinia: Chancen der Liberalität

Antiliberale Meinungen und Überzeugungen werden immer vernehmlicher. Es gibt sie zwar schon länger bei linken Parteien und Gruppierungen, für die „liberal“ immer ein Schimpfwort war und die sich als Vertreter der „richtigen“ Weltsicht wahlweise für die „Diktatur des Proletariats“ oder zumindest für die Vorherrschaft einer Partei und einer „linken“ Ideologie verstanden haben
Autoritäre Führerfiguren, die „illiberal“ als positives Attribut zur Selbstbezeichnung verwenden, werden zu medialen Idolen – von Putin über Erdogan bis zu Trump. Vom Faszinosum der chinesischen Ein-Parteien-Diktatur, heute sogar Ein-Mann-Diktatur, Wirtschaftskraft und hard power ganz zu schweigen.

Toleranz

Angesichts der illiberalen „Feinde der offenen Gesellschaft“ (Popper) ist der Liberalismus heute mehr denn je herausgefordert, weil er die beste Chance auf die Erhaltung einer offenen und freiheitlichen Gesellschaft bietet. Liberalität sollte verlockend sein und zur Selbstbestimmung einladen, auch wenn man dafür den eigenen Verstand gebrauchen und sich kontroversen Diskussionen stellen muss. Es lohnt sich immer noch und immer wieder, mit den Ideen der Aufklärung offensiv und diskursiv für eine humane und liberale Gesellschaft einzutreten.

Neu im Blog – Langtext:

Chancen der Liberalität


Über einen Liberalismus mit Zukunft