Phomi: Metaphysik

Ein Revival analytisch erneuerter Metaphysik bringt klassische Themen zurück und spannende Perspektiven in die moderne Philosophie.

Metaphysik Inkunabel

Eigentlich galt die Metaphysik lange Zeit als erledigt. Was weder analytisch (sprachlich) zu klären noch empirisch zu verifizieren ist, hat keinen Aussagewert, ist bedeutungslos, so die These. Die Geschichte der Philosophie sollte mit der Konzentration auf begriffliche Klarheit und naturalistische Wahrheit in das moderne naturwissenschaftliche Weltbild eingepasst werden. 

Seit „analytische“ Philosophinnen und Philosophen sich wieder metaphysischen Themen zugewandt haben, kann geradezu von einer Renaissance der Metaphysik sprechen, die alte Vorbehalte und Abwehrhaltungen der Logischen Empirizisten hinter sich gelassen hat.  – Mehr im Blog

Metaphysik Revival

Publicopinia: Corona-Abwehrstrategien

Es ist zu vermuten, dass sich unsere gesamte Lebenseinstellung im Laufe der Corona-Pandemie verändern wird. Zwischen den Erfordernissen der wissenschaftlich begründeten und politisch gesteuerten Pandemie-Bewältigung, den ökonomischen Herausforderungen und Ansprüchen und den individuellen Belastungen eines und einer jeden Einzelnen zwischen Home Office und Kinderversorgung, drohender Arbeitslosigkeit und Einkommensverlusten gilt es einen Ausgleich zu finden, Bewertungen zu erstellen und Prioritäten zu setzen – und immer wieder aufzuklären.

Intensivmedizin (DW)

Um aber die Gesellschaft ‚irgendwie‘ zusammenzuhalten, muss offenbar eine mündige und freiheitliche Gesellschaft entscheidend selber mit Solidarität und Eigenverantwortung beitragen. Weil das so ist, muss man insbesondere die Verdrehungen, Täuschungen, Fake Facts erkennen und als das bezeichnen, was sie sind: psychologische Verschiebungen, Verdrängungen, Übertragungen, Realitätsverweigerung, Beschönigungen und verantwortungslose Flucht vor der Wirklichkeit.

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Corona – Abwehrstrategien

Eine Zeitungs-Nachlese

publicopinia: Populismus

Populismus erscheint heute als etwas spezifisch Modernes und in der gegenwärtigen Gesellschaft Bedrohliches. Zumindest der Begriff ist in allen Medien präsent und dient nicht selten weniger zur Klärung eines Sachverhalts als zur Disqualifizierung des politischen Gegners. Populär möchte natürlich jede Politikerin sein, aber eben kein Populist. Was ist also das Besondere, Unbequeme, Bedrohliche am Populismus? Inwiefern ist er vielleicht ein typisches Kennzeichen für machtpolitische Auseinandersetzungen in einer polarisierten Gesellschaft, in einer sich polarisierenden Welt?

Forum Romanum (c) wikimedia
Forum Romanum

Dabei ist Populismus keine neue Erscheinung. Meist wird er mit der Neuzeit und ihrer modernen arbeitsteiligen Gesellschaft in Verbindung gebracht. Besonders die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte gelten als besonderer Nährboden des Populismus.  Lehren aus der Geschichte! – Neu im Blog publicopinia!

Lehren aus der Geschichte

Populismus

publicopinia: Nationalismus

In der Gegenwart sind politisch ‚rechts‘ verortete Themen wieder erstaunlich aktuell und erschreckend brisant geworden. Zu diesem neu-rechten Themenkreis gehören die Begriffe Nationalismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus. Material für eine Problemgeschichte.


Hinzukommt ein Wiederentdecken des ‚Völkischen‘ und ‚Identitären‘. Aus der Geschichte heraus bietet sich „Nationalismus“ als Oberbegriff an, dem die anderen Themen unter- oder beigeordnet werden können; sie hängen alle zusammen. Es sind negative Begriffe der Abgrenzung, Ausgrenzung, Diskriminierung, Selbstbehauptung auf Kosten angeblich ‚Minderwertiger‘. 

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Nationalismus

publicopinia: Demokratie – Geschichte

Formen des Zerfalls im antiken Athen

Im wechselvollen und in der damaligen Welt weit ausgreifenden Peloponnesichen Krieg (431 – 404 vC) versuchte Athen, den von ihm gegen die Perser gegründeten und beherrschten attischen Seebund durch eine Ausweitung seiner Landmacht zu ergänzen. Ziele der Eroberungen lagen in Sizilien (Syrakus) und auf der Peloponnes mit Sparta an der Spitze. Die Auseinandersetzung mit seinem alten Rivalen Sparta geriet auch zur Konkurrenz der unterschiedlichen Systeme, nämlich Spartas Aristokratie / Oligarchie mit der Demokratie der Athener. Athen unterlag schließlich auf ganzer Linie, verlor 404 vC die Flotte, den Seebund und die Macht außerhalb Attikas.

Vorher stand allerdings die Demokratie als seine maßgebliche Polisverfassung auf dem Spiel, und dieses Kapitel der Geschichte Athens ist erstaunlich aktuell: Demokratien verschwinden nicht quasi naturgegeben, sondern werden, so wie sie unter bestimmten Umständen von Menschen eingerichtet wurden, unter anderen Umständen auch wieder abgeschafft. Dies „Lehrstück“ wird von Thukydides als solches berichtet. In einer kritischen Situation, nach einem (mit Unterbrechungen) bereits zwanzigjährigen wechselvollen und verlustreichen Krieg gab es in Athen einen Umsturzversuch zugunsten der Oligarchie. Der Umsturz dauerte vier Monate und war am Ende nicht erfolgreich.

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Demokratie – Geschichte