publicopinia: Polarisierung

Sind Polarisierung und Radikalisierung ein unumkehrbarer Trend?

Woher kommt diese Heftigkeit der Polarisierung, die man weltweit beobachten kann, zumal in westlich orientierten Ländern? Die Gründe werden dann in prekären sozialen Situationen vermutet, im Gefühl des Abgehängtseins oder der Überforderung angesichts eines zu schnellen gesellschaftlichen und ökonomischen Wandels. Andere verweisen auf demografische Aspekte zum Beispiel im Osten Deutschlands (Überalterung, Männerüberhang, Arbeitslosigkeit) oder Bildungsmangel. Das mag alles richtig sein, erklärt aber noch nicht wirklich, warum diese Polarisierung und Radikalisierung weltweit unter ganz verschiedenen kulturellen und sozioökonomischen Bedingungen zu finden ist. Es muss dementsprechend auch globale Ursachen geben.

Gandhi und Nehru
Gandhi

Wie kann eine Trendumkehr und ein universal ausgerichteter Wandel hin zu Verständigung, Ausgleich und einem gemeinsamen Anpacken der globalen Probleme gelingen? Bisher dominieren stets die Eigeninteressen. Es braucht dafür ja nicht immer erst einen Weltkrieg. Bisweilen hilft ein Mahatma Gandhi, ein Nelson Mandela – oder halt eine Greta.

Polarisierung und Radikalisierung

Ein unumkehrbarer Trend?

Islam – Islamismus

Es ist heute sehr deutlich geworden, warum eine Kritik des ‚Islam‘ so ambivalent ist. Es gibt dort keine Unterscheidung von Religion im Allgemeinen und so etwas wie ‚Kirchen‘, – Moschee-Gemeinden sind etwas ganz anderes (darum ist es auch mit der staatsrechtlichen Anerkennung von islamischen Glaubensorganisationen im Rahmen des Grundgesetzes so schwierig). Es gibt viele Gruppierungen, Formen und Gestalten des Islam, aber keine davon ist irgendwie „verfasst“.

Salafismus

Aber: Kritik des gegenwärtig herrschenden Islam (Islamismus) ist möglich und nötig. Der Kampf gegen diesen tendenziell „islamistischen“ Islam muss klar und entschieden geführt werden. Schönreden hilft nicht, sondern schadet – und versagt vor der nächsten Generation. Bildung ist alles. – Mehr im Blog publicopinia:

Kritik des ‚Islam‘

Warum der Islamismus nicht unwidersprochen bleiben darf.

Publicopinia: White Supremacy

Es gibt nicht nur einen ‚weißen‘ Rassismus. Aber der von ‚Weißen‘, besonders von Mitteleuropäern ausgeübte Rassismus ist sowohl historisch (Kolonialismus) als auch gegenwärtig politisch besonders relevant -. und besonders giftig und gefährlich. „White Supremacy“ liefert dafür den zutreffenden Begriff. Er bezeichnet ein Phänomen, das weit über die USA hinausreicht. Der Rechtspopulismus in Europa und Südamerika ist davon ebenso geprägt wie die Anti-Migrations-Kampagnen hierzulande. Kurz gesagt – und das ist meine These – ist der Grund dafür die Angst des ‚weißen Mannes‘ vor dem Verlust seiner Vorherrschaft.

Ku Klux Klan (Wiki)

Die mehr als 500 Jahre andauernde Vorherrschaft der europäischen ‚Weißen‘ wird definitv zuende gehen, und China wird weiter aufsteigen, das zumindest ist sicher. Es sollten bei uns aber Diskurs – Strategien entwickelt werden, die über das kurzsichtige Bild vom Rechtspopulismus oder Rechtsextremismus hinausgehen. Es muss um Antirassismus gehen, gesellschaftlich, politisch, ökonomisch, kulturell – überall. White Supremacy wird ein beherrschendes Thema der Konflikte in der Zukunft sein.
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White Supremacy

Aktueller Rassismus

Offener Brief an Fridays for Future

Liebe Jugend! – Ihr tut recht daran, öffentlich wirkungsvoll einen konsequenten Klimaschutz einzufordern. Die wissenschaftliche Evidenz ist überwältigend, die Herauforderung gewaltig. Der Klimawandel mit allen zu erwartenden Auswirkungen bedroht die Zukunft, eure Zukunft. Es ist richtig, dass ihr dagegen aufsteht und lautstark eure Stimmen erhebt, dass es kein Weiter-so geben darf. —

Ich bin ebenfalls entschieden für einen Wandel, der eine lebenswerte Zukunft für meine Kinder und Enkelkinder ermöglicht und bewahrt. Einige meiner Enkelkinder sind gerade in die Schule gekommen. Deren Zukunft reicht noch weiter als eure. Wer heute geboren wird, hat eine Lebenserwartung von mehr als 80 Jahren. Wie wird die Welt im Jahre 2100 aussehen?
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Fridays for Future

Offener Brief eines Großvaters

publicopinia: Finstere Neuzeit

Genau diese Entwicklung spiegeln die Demonstrationen so unterschiedlicher Akteure wie auf der Berliner Demo am gestrigen Samstag. Es artikulieren sich dieselben wirren, aber durchaus gefährlichen ideologischen Versatzstücke, die auch in den USA bei den Trumpisten, in Brasilien bei den Bolsonaro-Fans und sogar bei Anhängern des Erzopportunisten Boris Johnson zu finden sind.

Überdeutlich bleibt die „Dialektik der Aufklärung“ (Horkheimer, Adorno), tritt heute die Dialektik, die tiefsitzende Ambivalenz der Neuzeit zu Tage. Es bleibt zu hoffen und dafür zu streiten, dass das nächste Jahrzehnt kein Eintritt in einen finsteren Abschnitt der Neuzeit bedeutet. Die Finsternis der sogenannten Postmoderne ist in Wahrheit das Janusgesicht eines technischen Fortschrittsglaubens, der seine aufgeklärten Ziele vergisst. Das Gebot einer humanen Kultur und Sozialität aber ist die freie und vernünftige Teilhabe unter Gleichen. Da dürfen Rassismus und Antisemitismus keinen Raum bekommen.

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Finstere Neuzeit