Forscher schreiben Musk Schlüsselrolle bei Eskalation in Nordirland zu

Der Tech-Multimilliardär Elon Musk hat einer Erhebung zufolge in seinem Onlinedienst X Beiträge des rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson sowie des Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Restore UK, Rupert Lowe, millionenfach weiterverbreitet und dadurch die ausländerfeindlichen Proteste in Nordirland maßgeblich angeheizt. Forscher der Internet-Überwachungsorganisation Center for Countering Digital Hate (CCDH) berichteten am Freitag, dass die Beiträge der beiden Briten und Musks zu Belfast zusammen mehr als 115 Millionen Aufrufe auf ihren Konten erzielten – 55 Prozent davon entfielen demnach auf Musk.

„Musks Verstärkung war entscheidend“, sie habe zu 64 Millionen Aufrufen geführt, hieß es in dem Bericht des CCDH.

>>> @tagesspiegel 13-06-2026 <<<

Ende der europäischen Integration?

„Die Angst, dass Deutschland, statt Bündnismacht zu werden, erneut Führungsansprüche aus der Mitte hege, hat in der fragilen europäischen Ordnung immenses Sprengpotential. Die neue Angst, die von Deutschland ausgeht, ist für die Bundesregierung ein kaum manövrierbarer Drahtseilakt. Innenpolitisch wird die AfD erst einmal nicht verschwinden. Außenpolitisch ist eine Aufrüstung mit Blick auf den russischen Feind und den amerikanischen Rückzug alternativlos. Glaubhaft muss die Regierung nach außen verkörpern, dass die Aufrüstung auch weiterhin in europäische Strukturen eingebettet wird – doch in erster Linie müsste dem deutschen Wähler wieder klarer werden, welches außenpolitische Risiko von der AfD für Europa ausgeht. Dass Demokratien heute gegen russischen Autoritarismus aufrüsten, um morgen ihre hochgerüsteten Länder dem Rechtsnationalismus zu überlassen, könnte eines Tages als europäischer Treppenwitz in die Geschichte eingehen.“

>>> Warum die Zeitenwende an der AfD zerbrechen könnte <<<

@faznet Nikolai Ott 14.06.2026, 09:15

Ukraine für Schutz Europas essentiell

 Selenskyj: Ohne Ukraine könnte es für Europa schwer werden +++

Aus Sicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj braucht Europa die Ukraine für dessen Sicherheit. Der Kreml verfolge eine „langfristige, antieuropäische und antidemokratische Strategie“, warnt Selenskyj. „Angesichts der langfristigen Absichten Russlands – der Tatsache, dass russische Stützpunkte nun in der Nähe Europas gebaut werden, selbst dort, wo es zu Sowjetzeiten keine Militärstützpunkte gab – zeigt dies deutlich, dass Europa es ohne die Ukraine, ohne unsere Fähigkeiten und unsere Erfahrung äußerst schwer haben könnte“, sagt er in seiner abendlichen Videoansprache.

[neue russische Armeestützpunkte an Grenzen zu Finnland und Litauen.]

@ntv Ticker 14.06.2026, 00:01 Uhr

KI zur Massenüberwachung?

Es geht um ein Thema, das Silicon Valley gerade beherrscht wie kaum etwas anderes: die Frage nach ethischen Barrieren für den Einsatz von KI. … Anthropic-Chef Dario Amodei bestand auf zwei Einschränkungen: Claude dürfe weder zur Entwicklung vollständig autonomer Waffensysteme noch zur Massenüberwachung von Amerikanern genutzt werden. Verteidigungsminister Pete Hegseth hingegen will die KI „für alle rechtmäßigen Zwecke“ einsetzen dürfen, ohne Schranken. … Rechtsexperten halten die Formulierungen im Vertrag für wachsweich und nicht einklagbar. …Hier werde eine „ethische“ Sprache benutzt, in Wahrheit könne die Regierung machen, was sie wolle. Kirsch: „Wenn Google denselben Deal schließen würde, würde ich intern dasselbe sagen.“ Doch genau das ist offenbar Ende April geschehen: Google schloss Medienberichten zufolge einen vergleichbaren Deal mit dem Pentagon.

Kirsch kritisierte Googles Vertrag auch öffentlich: „Ich schäme mich unglaublich, in diesem Augenblick als Forscher bei Google DeepMind beschäftigt zu sein“, schrieb er auf X, „und ich frage mich, wie ich heute meine Arbeit erledigen soll.“ Nach all der Prüfung, die der Vertrag von Open AI erhalten habe, sei nicht zu verstehen, „wie wir einen noch schwächeren Vertrag unterzeichnen können, ohne zu erwarten, dass dies als kurzsichtiges und gieriges Handeln angesehen wird, das Vertrauen zerstört“. … Aber kann man es von den Unternehmen erwarten, dem Einsatz ihrer Modelle selbst Grenzen zu setzen? Eigentlich müsste das die Gesellschaft übernehmen, die Politik. Und zwar jetzt. Bald könnte es zu spät sein, weil die KI dann zu mächtig wäre, um sie noch einzuhegen. 

Künstliche Intelligenz und Ethik – „Ich hoffe, dass unsere Demokratien rechtzeitig aufwachen“

Süddeutsche Zeitung 13. Mai 2026


Energiewende „plus“

Jörg Müller baut 1992 in Brandenburg seine erste Windkraftanlage. Der Kerntechnik-Ingenieur ist schon damals überzeugt: Das ist die Zukunft. Ein Verbundkraftwerk aus Erneuerbaren kann genauso zuverlässig Energie bereitstellen wie ein konventionelles Kraftwerk. Gut 30 Jahre später beliefern Müller und sein Unternehmen Enertrag ihre Kunden in der Uckermark rund um die Uhr mit Strom aus Sonne, Wind, Speicher und grünem Wasserstoff. Das Vorbild ist die Landwirtschaft. „Die Erntezeit dauert zwei Wochen“, sagt Müller im „Klima-Labor“ von ntv. „Wie machen wir daraus Essen für Monate? Mit Getreidespeichern.“ Das Potenzial der neuen Technologien ist ihm zufolge längst nicht ausgeschöpft. Speziell die Solarenergie beeindruckt mit so großen Sprüngen, dass sie Windenergie eines Tages überflüssig machen könnte. Das sind Müller zufolge gute Nachrichten für Verbraucher, er verspricht: Das neue Energiesystem wird deutlich günstiger, selbst wenn die Kilowattstunde doppelt so viel kostet. 

Das grüne Kraftwerk von Enertrag – „Seit 1990 ist klar: Uns bleiben nur Solar- und Windenergie“

@ntv.de vom 03.05,2026 und Podcast